80s80s bald im zweiten "Bundesmux" (Foto: Regiocast)
80s80s bald im zweiten "Bundesmux" (Foto: Regiocast)

Endlich: 80s80s startet (fast) bundesweit auf DAB+

Als 80s80s vor etwas mehr als fünf Jahren auf Sendung ging, war das Programm zunächst nur in Hamburg über DAB+ zu empfangen. Erst einige Monate später ging 80s80s auch via Internet auf Sendung. Ich kann mich noch gut erinnern, dass man sich seinerzeit “bewerben” konnte, die Stream-URL schon vor der offiziellen Veröffentlichung zu erhalten. Es gab einen regelrechten Hype um 80s80s.

Merkwürdigerweise blieb es bislang bei der DAB+-Abstrahlung in Hamburg. So hatte ich hier im Blog schon im Frühjahr 2019 die Frage aufgeworfen, warum sich Regiocast als Veranstalter von 80s80s gegenüber weiteren terrestrischen Sendegebieten so zurückhaltend zeigt. Vielleicht wollte man keine weiteren regionalen Inseln, sondern bundesweit durchstarten. Doch dafür bot sich bislang keine Gelegenheit.

Vorletzter Sendeplatz bei Antenne Deutschland weg

Der erste bundesweite DAB+-Multiplex ist komplett ausgebucht. Erst mit dem Start des Antenne-Deutschland-Sendernetzes gibt es jetzt erneut – und vorerst letztmalig – die Möglichkeit auf einen nahezu bundesweiten Sendeplatz. Und genau hier hat Regiocast nun zugeschlagen. Zum 1. Dezember soll 80s80s aufgeschaltet werden.

Ich freue mich über den Sendestart von 80s80s im zweiten überregionalen DAB+-Multiplex in Deutschland. Die Musik trifft recht gut meinen Geschmack. Nur der Einsatz von Jingles nach jedem Song ist meiner Ansicht nach nicht nur übertrieben, sondern auch nervig.

80er statt 90er

Spannend finde ich auch, dass Regiocast sich für 80s80s entschieden hat. Eine Alternative wäre 90s90s gewesen, das in Leipzig bereits lokal über DAB+ sendet. Mir kann das nur recht sein, denn die Musik der 90er Jahre ist nicht ganz so mein Ding. Aber wer weiß, vielleicht sichert sich Regiocast ja auch noch den letzten freien Sendeplatz im zweiten “Bundesmux”.

Schade finde ich es nach wie vor, dass Regiocast nicht auch einen Spartenkanal für Musik der 70er Jahre macht. Die Namensrechte für 70s70s hatte sich der Veranstalter bereits vor einigen Jahren gesichert. Doch vermutlich ist die Zielgruppe dafür im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts mittlerweile zu klein.