Sonos One (Foto: Sonos)

Nach jahrelanger Überlegung: Einstieg bei Sonos

Sonos ist ein Multiroom-System, das mich seit Jahren begeistert, das aber auch Nachteile aufwies, wegen derer ich mich bislang dagegen entschieden hatte, mir WLAN-Lautsprecher des Herstellers zuzulegen.

Probleme und Lösungen

Punkt 1: Mein Büro ist zwei Stockwerke von meiner Wohnung entfernt. So hatte ich meine Zweifel, ob eine WLAN-Verbindung über diese Entfernung möglich sein wird.

Lösung: Einerseits kann man neben einem eigenen WLAN-Netz, das die Sonos-Lautsprecher untereinander aufbauen, auch das eigene Heimnetzwerk verwenden. Das ist natürlich in beiden Stockwerken ausgebaut. Zudem hat mir der Sonos-Support bestätigt, dass es prinzipiell auch möglich ist, mehrere Lautsprecher über ein Netzwerkkabel anzuschließen.

Punkt 2: Neben Internetradio und Musik-Streaming bin ich auch Podcast-Nerd. Es gab bei Sonos aber keine Podcast-Clients, wenn man einmal davon absieht, dass sich über TuneIn Radio und Spotify auch Podcasts abrufen lassen.

Lösung: Mittlerweile ist Pocket Casts nativ auf Sonos verfügbar. Die App ist auch für iOS und Android erhältlich. Abseits eines Serverausfalls vor einigen Tagen ist Pocket Casts auch wirklich gut. Damit wäre auch dieses Problem weggefallen.

Punkt 3: Ich möchte auch eigene Internetradio-Streams nutzen können, da ich hin und wieder auch Programme höre, die von keine Aggregator gelistet werden.

Lösung: Bei TuneIn Radio lassen sich eigene Streams hinzufügen. Dafür – und generell für die Favoriten – wird allerdings nicht der bei TuneIn Radio bereits eingerichtete Account genutzt. Stattdessen läuft das bei Sonos eigenständig, was aber kein Nachteil ist (wenn man einmal davon absieht, dass man Favoriten doppelt einrichten muss, einmal für die Apps und einmal für die Sonos-Nutzung).

Punkt 4: Ich möchte auch Dienste wie iHeartRadio oder SiriusXM nutzen können, die auf Sonos zwar verfügbar sind, nicht aber für den deutschen Markt.

Lösung: Sonos unterstützt jetzt auch den AirPlay-2-Standard von Apple und ist dadurch kein geschlossenes System mehr. Auf diesem Weg lassen sich beliebige Audio-Inhalte von iPhone oder iPad auf die Sonos-Lautsprecher übertragen.

Punkt 5: Ich würde gerne auch meine bestehende HiFi-Anlage einbinden, etwa um auf DAB+ zurückgreifen zu können (was man als Sonos-Nutzer – zugegeben – nur selten braucht, denn zumindest derzeit gibt es hier im östlichen Rhein-Main-Gebiet kein Hörfunkprogramm mehr, das zwar im terrestrischen Digitalradio, nicht aber über Internet verfügbar ist.

Lösung: Seit einigen Jahren gibt es Sonos Connect – ein Gerät, mit dem sich die herkömmliche Stereo-Anlage einbinden lässt.

Sonos-Geschenk zu Weihnachten

Nachdem sich die bisherigen Probleme mittlerweile lösen lassen habe ich mich nun entschieden, endlich bei Sonos einzusteigen, zumal auch der “Etat” frei wurde, den ich eigentlich für ein neues MacBook einsetzen wollte. Wie berichtet hatte ich schon Ende November meine Entscheidung über den MacBook-Neukauf vertagt.

Ich habe zwar fast in jedem Raum eine HiFi-Anlage oder ein WLAN-Radio, dazu jeweils einen Chromecast Audio und einen AirPort Express. Ein rechtes WLAN-Multiroom-System ist aber vom Nutzungserlebnis her doch doch deutlich besser. Also habe ich mir Sonos – ein paar Tage zu früh – zu Weihnachten geschenkt.

Konfiguration zum Start

Zunächst arbeite ich mit einer Playbase, die unter meinem Sony Smart-TV steht und mit diesem per optischem Digitalkabel verbunden ist. Die Playbase bildet zusammen mit zwei Play:1 eine Gruppe im Wohnzimmer. Mein kleines Wohnzimmer, das ich auch als Zweitbüro nutze, wird genauso wie Küche und Schlafzimmer von je einem Sonos One beschallt.

Mein Apple HomePod ist im Zuge der Sonos-Anschaffung vom Schlafzimmer ins Büro gewandert. Dort nutze ich das Gerät nicht nur als AirPlay-2-Lautsprecher, sondern auch als Freisprecheinrichtung für mein iPhone XS Max. Für das Büro plane ich daher vorerst keine Sonos-Lautsprecher ein.

Eine Erweiterung des Systems wird es im Laufe des kommenden Jahres dennoch geben: Sonos Connect wird im Wohnzimmer Einzug halten, um meine herkömmliche HiFi-Anlage bei Sonos einbinden zu können. Längerfristig könnte ich mir für das Zweitbüro auch einen zweiten Sonos One vorstellen, um Stereo-Sound zu haben.

Im Gegenzug zur Sonos-Inbetriebnahme habe ich meine Sangean-WLAN-Radios WFR-27C und WFR29C, die bisher im Schlafzimmer bzw. im kleinen Wohnzimmer standen, stillgelegt. In diesen Räumen reicht Sonos völlig aus. Die “echten” Hörfunkempfänger in Wohnzimmer, Küche und Büro bleiben wiederum weiter erhalten.