WLAN-Radio Sangean WFR-20 reaktiviert

Das Sangean WFR-20 gehört zu den WLAN-Radios, die noch über Hard- und Software von Reciva verfügen. Jenes Unternehmen gehörte zusammen mit vTuner zu den Pionieren in Sachen Internetradio-Empfänger, hat sich aber vor einigen Jahren zurückgezogen.

Sangean WFR-20 reaktiviert
Sangean WFR-20 reaktiviert

Ich habe inzwischen in fast allen Räumen WLAN-Radios mit Technik von Frontier Silicon. Das hat den Vorteil, dass man seine eigene Senderliste nur ein einziges Mal für alle Empfänger pflegen muss.

Allerdings fehlte mir im Arbeitszimmer in meiner Wohnung noch ein Empfänger für Internetradio. Analog ist hier mein altehrwürdiger Weltempfänger Grundig Satellit 700 am Start, der aber nur noch genutzt wird, um eine meiner eigenen UKW-Frequenzen zu empfangen, die im Hauskabelnetz eingespeist sind.

Webradio habe ich am iMac sitzend bislang so gehört, dass ich den gewünschten Sender auf der HiFi-Anlage im Wohnzimmer eingeschaltet und das Signal auf einen der Kabel-UKW-Modulatoren geschickt habe, das wiederum am Grundig Satellit 700 empfangen wurde.

Das ist eine Lösung. Allerdings lässt die technische Qualität dann doch zu wünschen übrig. Zeitgemäß geht anders. So erinnerte ich mich an das Sangean WFR-20, das seit einigen Jahren auf dem Dachboden vor sich hinstaubt.

Ausgepackt, entstaubt, aufgebaut… und erst einmal über den hervorragenden Sound gestaunt, der aus den internen Lautsprechern des Receivers kommt. So darf mich das Radio nun wieder regelmäßig beschallen – bis dass das Reciva-Portal uns scheidet. Ich könnte mir nämlich gut vorstellen, dass hier irgendwann “end of life” angesagt ist, nachdem nun schon seit Jahren keine Empfänger mit Reciva-Chips mehr hergestellt und produziert werden.

Nun pflege ich also doch wieder zwei Senderlisten – einmal bei Frontier Silicon und einmal bei Reciva. Ein Neukauf macht aber nun wirklich keinen Sinn, wenn ein wirklich gutes Gerät ohnehin noch vorhanden ist, das eigentlich nur zwei Nachteile hat: Die Bedienung über nur einen Drehregler ist sehr gewöhnungsbedürftig und es fehlt die Unterstützung für den AAC+-Codec, so dass sich Programme, die in diesem Format ausgestrahlt werden, so ein bisschen nach Mittelwelle anhören. Damit kann ich aber durchaus leben.

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