Pebble 2.0? Nein danke!

Seit eineinhalb Jahren besitze ich eine Pebble Smartwatch und genau seit diesem Zeitpunkt bin ich auch großer Fan dieser Handy-Uhr, die mit iPhone und Android sowie mit Einschränkungen auch mit Blackberry 10 kompatibel ist. Ab sofort ist die Pebble Time als neueste Version der Uhren des amerikanischen Herstellers bestellbar.

Pebble Time kostet 249 Euro (Screenshot: SmartPhoneFan.de)
Pebble Time kostet 249 Euro (Screenshot: SmartPhoneFan.de)

Ich hatte mich eigentlich auf einen Verkaufspreis von 199 Euro eingestellt, nachdem das Produkt in den USA für 199 Dollar angekündigt ist. Wer den Online-Shop des Herstellers besucht, wird aber feststellen, dass die Pebble Time stolze 249 Euro kostet. Dazu kommen dann noch Versandkosten.

Wohlbemerkt reden wir hier noch nicht von der Pebble Time Steel, sondern von der „einfacheren“ Variante der neuen Pebble-Uhr. Nachdem die Pebble Time Steel in den USA wohl 299 Dollar kosten soll, müssen wir uns im Europa wohl auf 349 Euro einstellen und da muss ich ganz ehrlich sagen: ohne mich, das ist die Smartwatch nicht wert.

Pebble war für mich bislang das Synonym für eine geniale und gleichzeitig auch preiswerte Lösung. Als die Samsung Galaxy Gear, seinerzeit meine erste Smartwatch, offiziell noch 299 Euro kostete, konnte ich die Pebble schon bei Best Buy für 149 Dollar laufen. Dabei leistete die Pebble genau das, was ich am Handgelenk haben möchte: Notifications! Und das tut sie bis heute verdammt gut.

Meine Pebble Smartwatch läuft aktuell noch ganz hervorragend, aber ich fürchte, es ist ein Spiel auf Zeit: Bis jetzt hatte noch jede Pebble der ersten Generation irgendwann Display-Probleme – beim einen User früher, beim anderen später. Beim einen schlimmer, beim anderen noch erträglich. Meine Pebble ist aus diesem Grund vor einigen Monaten kostenlos ausgetauscht worden, so dass ich voraussichtlich bis auf weiteres Ruhe habe. Aber ewig wird diese Uhr nicht halten.

Und dann? Eine Pebble Smartwatch oder Pebble Steel kaufen? Sorry, das ist nun wirklich nicht mehr zeitgemäß. Aber wenn schon die neue, dann die Time Steel. Diese ist aber unter Berücksichtigung der Versandkosten nicht einmal 50 Euro billiger als die günstigste Version der Apple Watch und zu diesem Preis sage ich ganz klar: „Pebble, nein danke.“

Wenn Pebble mir kaum noch preisliche Vorteile gegenüber Apple bietet, greife ich dann doch lieber zum Original, wobei es sicher eine extreme Umgewöhnung ist, die Uhr tagtäglich aufladen zu müssen. Zudem beherrscht die Apple Watch viele Funktionen, die ich schlicht nicht brauche. Ich brauche und kaufe aber ganz sicher keine Dritthersteller-Uhr mit eingeschränktem Funktionsumfang, wenn diese preislich nicht attraktiv ist.

Sollte Pebble den aktuellen Preis wirklich ernst meinen, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass dieser Hersteller und seine Produkte dem Untergang geweiht sind. Android-Nutzer werden eher zu einer Android-Wear-Uhr greifen, iPhone-Besitzer werden eher die Apple Watch wählen. Die Nische für Pebble war bislang neben der Unterstützung beider Systeme vor allem der sehr preiswerte Einstieg in die Smartwatch-Welt. Wenn dieser Vorteil nun dahinschmilzt, braucht niemand mehr eine Pebble.

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