Hands-on: Erste Eindrücke vom Samsung Galaxy Note 3

Wie berichtet habe ich mir am Freitag das Samsung Galaxy Note 3 zugelegt. Inzwischen habe ich das Gerät eingerichtet und mich ein bisschen damit vertraut gemacht.

Ich habe bislang alle Generationen des Samsung Galaxy Note gekauft. Das erste Modell wird noch heute von einer guten Freundin genutzt,während ich das Samsung Galaxy Note 2 im Frühjahr recht bald verkauft hatte. Das Phablet hatte zum Teil massive Performance-Probleme, deren Ursache mir nicht wirklich klar ist. Genügend Dampf unter der Haube hat es ja.

Besagte sehr gute Freundin besitzt auch ein Samsung Galaxy S4 und sie berichtete zumindest vor einigen Monaten, dass es auch bei diesem Modell hin und wieder Performance-Einschränkungen gibt, die aber wohl im Alltag nicht weiter auffallen. Meine Befürchtung, dass es auch beim Samsung Galaxy Note 3 ähnliche Probleme gibt, haben sich zum Glück nicht bestätigt. Das Betriebssystem (aktuell Android 4.3) läuft absolut flüssig.

Samsung Galaxy Note 3 im Hands-on
Samsung Galaxy Note 3 im Hands-on

Besonders begeistert mich das 5,7 Zoll große Full-HD-Display. Die Darstellung ist sehr gut und wenn man das Gerät im Querformat betreibt, kann man auch ganz gut auf nicht für mobile Browser optimierten Webseiten surfen.

Die Sprachqualität bei Telefonaten ist etwas schlechter als beim Apple iPhone 5s oder beim Blackberry Q10, aber dennoch besser als beim Samsung Galaxy S3, das ich im Frühjahr ebenfalls zurückgeschickt habe, da es mir zum einen von der Verarbeitungsqualität her, aber auch von der Sprachqualität her nicht zugesagt hat.

Auch das Samsung Galaxy Note 3 ist ein “Plastikbomber”. Es ist aber dennoch gut verarbeitet und das Kunststoff-Gehäuse sorgt nicht zuletzt dafür, dass das Gerät rund 50 Gramm leichter ist als das HTC One Max.

Die Audio-Qualität bei der Wiedergabe v0n Musik und Podcasts ist nicht ganz so gut wie beim iPhone 5s und deutlich schlechter als beim HTC One. Derzeit ist sie noch ganz O.K., so dass ich das Gerät auch für dieses Feature gut nutzen kann.

Schockiert war ich von der Tatsache, dass das Samsung Galaxy Note 3 nicht über den gewohnten microUSB-Anschluss verfügt. Über die Google-Suche lernte ich, dass es wohl als erstes Smartphone den USB-3-Standard beherrscht. Wieder eine neue Norm also. Die Zubehör-Industrie wird sich freuen. Ich zum Beispiel habe direkt mal fünf Kabel geordert, die ich auf Schlafzimmer, iMac, Büro, Auto und meine “Kabeltasche” für unterwegs verteilen werde.

Wie immer auf einem Touchscreen fällt mir das Schreiben auf der virtuellen Tastatur noch etwas schwer. Hier komme ich immer noch mit dem iPhone am besten zurecht. Aber mit der Original-Google-Tastatur, die Samsung neben dem eigenen Keyboard vorinstalliert, komme ich zumindest einigermaßen klar.

Ein Totalausfall ist die vom Hersteller vorinstallierte E-Mail-App. Diese erkennt beispielsweise vom Mac aus in den Papierkorb verschobene Mails bei IMAP-Accounts, die bei 1&1 gehostet sind, nur als gelesen, aber nicht als in den Papierkorb verschoben. Das habe ich noch nie erlebt – unabhängig vom Betriebssystem des Smartphones. Lösung: Ich habe die ohnehin hochgelobte K9-Mail-App installiert. Diese ist kostenlos erhältlich und bringt als angenehmen Nebeneffekt die Unterstützung für IMAP-idle mit sich, was wiederum meine E-Mail-Accounts auch beherrschen.

Leider unterstützt K9-Mail nach wie vor keine Microsoft-Exchange-2010-Konten, so dass ich meine geschäftlich genutzte E-Mail-Adresse weiterhin mit der Samsung-App bedienen muss. Für Exchange funktioniert der Client aber einwandfrei.

Einen sehr guten Eindruck hinterlässt nicht zuletzt der Akku des Samsung Galaxy Note 3. Trotz intensiver Nutzung am heutigen Sonntag bin ich jetzt, am Ende des Tages, noch bei 45 Prozent Restkapazität. Das habe ich bei einem Smartphone schon seit Jahren nicht mehr erlebt und ist wirklich überzeugend.

Abseits der Schwäche des vorinstallierten E-Mail-Programms bin ich mit dem Samsung Galaxy Note 3 bisher sehr zufrieden. Nun bleibt es abzuwarten, welche Erfahrungen ich mit dem Gerät in den nächsten Tagen und Wochen machen werde.

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