Dual-SIM-Handy Nokia X1-01 im Hands-on

In den zurückliegenden Monaten habe ich mich mit einigen Dual-SIM-Smartphones von Pearl befasst. Das Simvalley SP-40 EDGE ist ein gutes Handy zum Telefonieren. Die Smartphone-Funktionen sind jedoch nur eingeschränkt zu gebrauchen, da das Gerät über einen recht schwachen Prozessor und über kein UMTS-Funkmodul verfügt.

Das SP-80 3G würde mir recht gut gefallen, aber die viel zu geringe Akku-Laufzeit macht es nahezu unbrauchbar. Dazu kommt der mit 128 MB sehr knappe interne Speicher. Das SPX-5 UMTS hat 256 MB internen Speicher. Das ist immer noch recht wenig. Dazu kommt, dass das Gerät recht groß und unhandlich ist. Folglich kann ich mich auch mit diesem Gerät nicht richtig anfreunden.

Für die SIM-Karten von Base und E-Plus, die ich im Dual-SIM-Handy einsetze, genügt in meinem Fall allerdings auch ein “einfaches” Handy ohne Smartphone-Funktion, so dass ich mir nun das Nokia X1-01 besorgt habe, nachdem ich das Gerät bei einem Hobbyfreund in Augenschein nehmen konnte.

Das Nokia X1-01 ist klein und handlich. Es ist dafür, dass es vollständig aus Plastik besteht, gut verarbeitet. Es hat einen sehr guten Klang und einen guten Mobilfunkempfang. Die Akku-Laufzeit ist hervorragend (reiner Standby-Betrieb ist wohl über mehrere Wochen möglich) und im Gegensatz zu den Pearl-Geräten kann man den beiden SIM-Karten auch eigene Klingeltöne zuweisen.

Das Gerät ist für rund 45 Euro zu bekommen – ein echtes Schnäppchen für ein Markenprodukt. Dafür muss man allerdings einige Abstriche bei der Ausstattung machen. So werden nicht nur keine Datendienste unterstützt, sondern es fehlen auch eine Bluetooth-Schnittstelle und die Möglichkeit, ein Datenkabel anzuschließen. Mein Adressbuch schafft es demnach nicht auf das Nokia X1-01. Damit kann ich leben, zumal ich das Gerät weitgehend nur für eingehende Telefonate nutze.

Erstaunlich gut ist der eingebaute MP3-Player. Dazu verfügt das Nokia X1-01 auch über ein integriertes UKW-Radio. Wer ein einfaches Handy für Telefonie und SMS sucht, das zudem die Unterstützung des Parallelbetriebs zweier SIM-Karten bietet, dem kann ich das Nokia X1-01 empfehlen.

1 thought on “Dual-SIM-Handy Nokia X1-01 im Hands-on”

  1. Hallo in die Runde,

    ich benutze seit einigen Wochen ein Nokia 101, ebenfalls Dual-SIM, nur im Funktionsumfang noch weiter abgespeckt als das im Bericht beschriebene; ein Telefon für die sog. Schwellenländer.

    Das Gerät ist bei Amazon für knapp unter 40,- Euro zu bekommen, und auch der MediaMarkt (hier: Mannheim-Sandhofen) hat es schon angeboten, für 39,- Euro.

    Meine ersten Versuche mit einer Swisscom und einer Fonic-SIM waren ernüchternd, da das Gerät mehrmals am Tag neu bootete, allerdings ohne die PINs der beiden Karten erneut abzufragen. Besonders zum Start irgendwelches Aktionen (Anruf, SMS senden) war dieser leidlicher Reboot schon störend. Ich konnte mich allerdings daran erinnern, daß eine Bekannte von mir mit einer Fonic-SIM in einem Nokia 97 Mini ebenfalls Probleme hatte, und so ersetzte ich die Fonic-Karte durch eine o.tel.o-Karte, welche bekanntlich im Netz von Vodafone funkt. Seit der zeit ist der Spuk vorbei.

    Fazit: Ein durchaus brauchbares Gerät für Handy-Puristen, die telefonieren und gelegentlich eine SMS verschicken wollen. Ich habe die Akku-Laufzeit über mehrere Zeiträume mit-protokolliert, diese beträgt durchschnittlich 10 Tage im Dual-SIM-Betrieb, bei durchschnittlich 30 Minuten Gesamt-Gesprächszeit und geschätzt 15 verschickten SMS.

    Der eingesetzte Akku Typ BL-5C ist zudem mein Lieblings-Akku, weil es für diesen externe Ladegeräte gibt, so daß das Handy nach einem leeren Akku mit anschließendem Wechsel desselben sofort wieder einsatzbereit ist. Wenn man sich für diesen Vorgang nicht mehrere Minuten Zeit läßt, muß nicht einmal die Systemuhr des Handys neu eingestellt werden.

    Was mir noch positiv aufgefallen ist: Alle Einstellungen können getrennt für beide SIM-Karten vorgenommen werden, es läßt sich eine bevorzugte Karte für abgehende Verbindungen einstellen, die explizit noch einmal abgefragt wird, wenn man GSM-Steuercodes senden will, wie z. B. die Abfrage des Kontostandes.

    Empfehlen kann man das Nokia 101 zudem für Geschäftsumgebungen, in denen keine Foto-Handys benutzt werden dürfen.

    Gruß

    Steffen KEHLER

Kommentar verfassen